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Sanierung und Erweiterung Schulhaus Schlossbreiti

Tegerfelden

Durch die Schulhauserweiterung entsteht ein stimmiges Ensemble mit Turnhalle, Altbau und Erweiterung, sodass dabei jedes Gebäude seine Eigenständigkeit bewahrt. Das bestehende Schulhaus verfügt als symmetrischer heller Massivbau mit vorgelagerter Geschosstreppe über ein markantes Erscheinungsbild und repräsentiert als Zeitzeuge einen wichtigen Teil der Tegerfelder Geschichte.

Bauherrschaft
Gemeinde Tegerfelden

Zeitrahmen
2024 – 2027

Auftrag
Planerwahlverfahren, 1. Rang

Planerteam
Schweizer Hauser Architekten AG
Wölfli Bauplanung GmbH
Schrämmli Landschaftsarchitektur GmbH
Makiol Wiederkehr AG
HKP Bauingenieure AG
Leimgruber Fischer Schaub AG
P. Keller + Partner AG
ICT-Garage
Steigmeier Akustik + Bauphysik GmbH
suisseplan Ingenieure AG
Jäckli Geologie AG

Gebäudevolumen SIA 416
5’356 m³ (Neu- und Anbau)

Geschossfläche SIA 416
1’425 m² (Neu- und Anbau)

Standort
Tegerfelden

Gesamtkonzept – Architektur im Kontext

Der dreigeschossige Erweiterungsbau fasst die Schulanlage auf nordwestlicher Seite und nimmt das Hofthema auf, welches mit dem Pausenplatz zwischen Schule und Mehrzweckhalle schon besteht. Dabei bildet er einen Abschluss zum angrenzenden Parkplatz, welcher neu konzipiert wird. Der in Holzelementbauweise ausgeführte Erweiterungsbau versteht sich als Ergänzung des Gesamtensembles. Dabei soll er mit seiner lasierten und witterungsbeständigen Holzschalung und seiner dezenten Farbigkeit als eigenständiger Bau wahrnehmbar sein, sodass sich Alt- und Neubau in ihrem architektonischen Ausdruck gegenseitig stärken und als selbstverständliches Ensemble erscheinen.

Grundriss Erdgeschoss

Klare Raumorganisation – Nutzungskonzept der Schule und Tagesstruktur

Durch die Neustrukturierung des bestehenden Schulhauses im Erdgeschoss, welches künftig den Lehrerbereich, die Schulleitung sowie die Lehrmittel umfasst, können sechs Klassenzimmer in den oberen Geschossen untergebracht werden. Die Qualitäten der bestehenden Klassenzimmer bleiben erhalten und werden pro Geschoss durch einen Gruppenraum und WC Anlagen ergänzt. Diese sind in einem kleinen Anbau auf der Nordseite des Gebäudes platziert, wo sich neu auch der Lift und das Treppenhaus befinden. Durch das Verschieben der Treppe verbessert sich die Situation im Gangbereich. Dort erhalten die Garderoben vor den Klassenzimmern eine spürbare Grosszügigkeit. Im Dachgeschoss wird zukünftig die Sozialarbeit, Therapie und Bibliothek untergebracht sein.

Im dreigeschossigen Erweiterungsbau sind im Erdgeschoss die Tagesstrukturen, im 1. und 2. Obergeschoss zwei Klassenzimmer sowie Musik- und Sprachenzimmer untergebracht. Der Neubau ist im 1. Obergeschoss durch einen Gang / Gruppenraum direkt mit dem Altbau verbunden. Im Erdgeschoss formiert sich der gedeckte Eingangsbereich an einen bekiesten Innenhof, welcher mit einem zentralen Baum und grosszügigen Sitzmöglichkeiten weitere Aufenthaltsqualitäten bietet.

Grundriss 1. Obergeschoss

Bauliche Massnahmen im Altbau

Das bestehende Schulhaus muss aufgrund der vorgenommenen Gebäudeanalysen (Schadstoffe, Haustechnik, Statik/Erdbeben, Akustik, Oberflächen) umfassend saniert und strukturell verbessert werden. Mit den geplanten baulichen Massnahmen (u.a. Deckenverstärkungen) wird das Gebäude so ertüchtigt, dass es den heutigen Anforderungen an Nutzlasten, Erdbebensicherheit, Haustechnik, Schall und Akustik sowie Hindernisfreiheit entsprechen wird. Die inneren Oberflächen haben ihre Lebensdauer erreicht und werden im Zuge der Sanierung erneuert. Die Hülle des Altbaus bleibt erhalten.

Grundriss 2. Obergeschoss

Neubau

Der klar strukturierte Baukörper weist über wenig Erschliessungsflächen aus und ist dadurch sehr kompakt und ökonomisch organisiert. Er ist in einer einfachen und konventionellen Bauweise konstruiert und dadurch wirtschaftlich und schnell realisierbar. Das Untergeschoss und der Treppenhauskern sind in Beton, die Wand-, Decken- und Dachelemente in vorfabrizierter Holzbauweise ausgeführt.

Durch den gezielten und bestmöglichen Einsatz von Materialien wird ein tiefer Grauenergiewert erreicht. Eine klare Systemtrennung zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärstruktur berücksichtigt die Lebenszyklen der einzelnen Bauteile; dadurch sinken auch die Unterhaltskosten. Die Hülle mit vorbehandelten Holzverkleidungen und Holz-Metallfenstern ist unterhaltsfreundlich. Der innere Ausbau ist auf die Bedürfnisse der Benutzer abgestimmt (Schränke, Garderobe, Sanitäranlage, etc.) und verfügt über einen angemessenen Standard.

Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Erdsonden-Wärmepumpe mit Free-Cooling-Funktion, die im Sommer leichte Kühlung bringt. Die Unterrichtsräume verfügen über eine Lüftungsanlage und auf dem Dach ist eine grossflächige Photovoltaikanlage platziert.

Ansicht Süd-West